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Die Geschichte des Kirchspiels und der Herrschaft Herzhorn

„Die Geschichte dieses Kirchspiels verdient aus mehreren Gründen eine besondere Beachtung“, so leitet Detlefsen seine Sonderabhandlung ein.
Ehlers stellt fest: „Kein Kirchspiel unserer Elbmarsch auf holsteinischem Ufer darf sich“ neben Herzhorn „rühmen, auf so engem Raume eine so reiche und schicksalhafte Geschichte erlebt zu haben!“ Gottfried E Hoffmann resümiert: Ehlers ist es geglückt, aufgrund seiner im Laufe der Jahre gewonnenen ausgebreiteten Quellenkenntnis nicht nur Irrtümer der früheren Forschung zu berichtigen oder idealisierende Vorstellungen wie etwa die von der bäuerlichen Selbstverwaltung in Herzhorn auf das rechte Maß einzuschränken, sondern auf ein umfassendes und durch viele Einzelzüge farbiges Bild vom Werden und dem historischen Schicksal der kleinen, außer Herzhorn noch die Gemeinden Sommerland und Grönland umfassenden Herrschaft zu geben!“
Die Geschichte des Dorfes beginnt 1352, als Herteshorne als Ort raubender Banden erwähnt wird. 1354 wird in Nygenstadt die erste Kirche gebaut. Doch widrige Umstände führten dazu, daß Herzhorn als jüngstes Kirchspiel der holsteinischen Elbmarschen innerhalb von 6 Jahrhunderten 6 Kirchen errichten mußte. Mit der St-Katharinen-Glocke von 1471 hat Herzhorn eine der ältesten Kirchenglocken Schleswig-Holsteins.
Der Herzhorner Deich von 1511 verminderte zwar die Sturmflutgefahr, der ewige Kampf der Gegend mit dem Wasser blieb jedoch. Aber erst der Deich schuf die Voraussetzung für die heutige Ortslage:
2011 seit 500 Jahren.
Bereits 1556 erhielt der Ort (vermutlich als erster in Holstein) eine Schule und wurde 1561 - vor nun 450 Jahren - protestantisch.
1615 wurde die Wildnis eingedeicht, um Glückstadt gründen zu können. Doch dahinter stand allein herrschaftliches Profit- und Machtstreben. So verwundert es nicht, daß dies für Herzhorn und seine Umgebung wenig Erfreuliches brachte.
Vergegenwärtigt man sich die Belastungen der Bewohner bis 1864, ist es verständlich, daß der Wandel Schleswig-Holsteins zu einer preußischen Provinz als Erlösung empfunden wurde.
Fleiß, Ausdauer, erlittene Plage vieler vergangener Generationen führten zum heutigen Herzhorn:
Darüber berichtet dieses Dorfbuch.
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letzte Änderung: 27.07.2015
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